Asana 3: Schulterstand

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Sarvangasana, von sarva = alle und anga = teile; asana = Haltung, Stellung aller Teile

Übe zunächst 4 bis sechs Runden Sonnengrüße oder wärme dich in einer anderen Form auf.

Ausführung:

Du liegst in der Rückenlage auf deiner Matte. Beide Armen liegen dicht neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach unten. Presse den unteren Rücken fest in die Matte und komme dann mit angewinkelten Beinen (Anfänger) oder geraden Beinen (Fortgeschrittene) nach oben. Unterstütze den Rücken mit den Händen und lege die Hände möglichst weit Richtung Schulterblätter (nahe zum Boden) an den Rücken. Alle Finger zeigen nach oben und sind dicht beieinander, auch der Daumen. Du kannst dich auf den Schultern hin- und herräkeln und versuchen, mehr Gewicht von den Ellenbogen zu den Schultern hin zu verlagern. Wenn du schon fortgeschrittener übst, öffne die Hüfte so, dass Bauch und Rücken eine Linie bilden. Entspanne anschließend zuerst die Füße, danach Stirn, Zunge, Kiefer und Nacken. Atme tief und ruhig. Wenn du den Körper ausgerichtet hast, bleibe einige Momente bewegungslos in der Position. Übe mindestens zehn Atemzüge und versuche, die tiefe Bauchatmung anzuwenden. Wenn du zwischendurch eine Pause machen möchtest, lege die Knie auf die Stirn und komme dann langsam wieder nach oben, oder Wirbel für Wirbel aus der Übung herausgerollt.

Jedes Asana ist etwas Besonderes und hat vielfältige Wirkungen.

Körperliche Wirkungen: gibt Druck auf die Schilddrüse und aktiviert diese. Wirkt beruhigend. Venöses Blut fließt zurück zum Herzen, die Beine werden entstaut. Vorbeugend für Krampfadern. Wird als verjüngend angepriesen (Achtung: keine Garantie an dieser Stelle ;). Dehnt den Nackenbereich.

Achtung: Solltest du unter starkem Bluthochdruck, einem Bandscheibenvorfall im Halswirbelsäulenbereich oder Netzhautablösung leiden, ist vor Ausführung dieser Übung ein Arzt zu befragen.

Wenn dein Nacken schmerzt, kannst du einen Schulterstand mit Hilfsmittel aufbauen. Falte eine Decke und lege sie unter deinen oberen Rücken. Die Deckenkante schließt ungefähr mit deinen Schultern ab, der Kopf liegt auf der Matte. Du brauchst nun zwar mehr Schwung, um in die Stellung zu gelangen, dafür haben Nacken und Matte aber einen größeren Abstand zueinander. Versuche jedoch stets, ohne Hilfsmittel zu üben, wenn es sich gut anfühlt.

Geistige Wirkungen: Stellung für Selbstakzeptanz. Lehrt uns, uns so anzunehmen wie wir sind. Wird auch „Königin der Asanas“ genannt („weibliches“ Pendant zum Kopf, dem „König der Asanas“).

Energetische Wirkungen: harmonisierend, beruhigend.

Wenn du gerne mit Affirmationen arbeitest, kannst du Folgende benutzen:

„Ich nehme mich an, wie ich bin.“

„Ich liebe bin und bin in Einklang mit meiner Umgebung.“

„Ich bin ruhig und ausgeglichen.“

Spüre die wohltuende Wirkung des Schulterstandes und genieße es, einmal kopfüber im Raum zu stehen. Was nimmst du nun wahr? Wie fühlt sich der Körper an? Achte während der Übung darauf nur so lange zu halten, wie es sich heute für dich gut anfühlt.

Zu Beginn kannst du eine abgeschwächte Version üben, in dem du die Beine in die Höhe streckst und ein Kissen unter das Gesäß legst. In diesem Fall befindet sich der Rücken noch zum größten Teil auf der Matte.

Viel Spaß beim Üben!

Sivani Carolin

Mein Name ist Sivani Carolin. Ich übe und unterrichte Yoga und Meditation. Mit diesem Blog möchte ich dich inspirieren, tiefer in die Yogapraxis einzusteigen. Viel Vergnügen!

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