Pranayama 1: Wechselatmung

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Die Wechselatmung wird auch Anuloma Viloma genannt (Anuloma Viloma | अनुलोमविलोम | anulomaviloma | (m.) – „Wechselatmung“; ein → Pranayama (wörtl.:) so- und andersherum (von:) → anu, → vi, → Loman), oder verbunden mit bestimmten Konzentrationstechniken „Nadi Shodana“. Nadi Shodana heißt Reinigung der Nadis. Nadis sind Energiekanäle.

Ausführung

Sitze aufrecht. Gib die linke Hand in Chin Mudra (der Zeigfinger ist unter den Daumen gebeugt und die Handfläche liegt auf dem Oberschenkel oder Knie) und die rechte Hand in Vishnu Mudra (Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand sind in die Handinnenfläche geklappt oder gerollt, Daumen und Ringfinger der rechten Hand verschließen im Laufe der Übung abwechselnd die beiden Nasenlöcher. Der kleine Finger der rechten Hand bleibt locker an den Ringfinger angelegt).

Atme durch beide Nasenlöcher einige Male tief in den Bauch ein und vollständig wieder aus. Dann verschließe mit dem Daumen der rechten Hand das rechte Nasenloch und atme links kraftvoll und zügig 4 Sekunden ein. Verschließe beide Nasenlöcher. Halte die Luft für 8 Sekunden an, dann öffne das rechte Nasenloch und atme acht Sekunden gleichmäßig aus. Atme rechts 4 Sekunden lang ein, verschließe beide Nasenlöcher. Halte die Luft acht Sekunden lang an. Öffne das linke Nasenloch und atme acht Sekunden aus. Fahre auf diese Weise fort und beende die Übung auf der linken Seite.

Jeder Atemzug soll sich entspannt und unangestrengt anfühlen.

Vorübung: atme aus beiden Nasenlöchern gleichzeitig Luft auf deine Hand. Beobachte, aus welchem Nasenloch du gerade stärker ausatmest. Durch die Wechselatmung soll erreicht werden, dass gleich viel Luft gleichzeitig aus beiden Nasenlöchern kommt. Jedes Nasenloch ist mit der gegenüberliegenden Gehirnhälfte verbunden.

Wirkung

Durch die Verlängerung der Atemphasen kannst du durch die Wechselatmung üben, deine Lungenkapazität zu erhöhen. Die Wirkung dieser ausgleichenden Atemübung besteht auch darin, Körper und Geist zur Ruhe zu bringen. Die Energie kann besser fließen und wir fühlen uns in Balance. Wir wirken dem Stress entgegen, welcher uns oftmals flach atmen lässt!

Atemrhythmus

Folge zu Beginn dem oben genannten Rhythmus. Nach einiger Zeit der Übung kannst du die Anhaltephase von 8 auf 10, von 10 auf 12 und dann auf sechzehn Sekunden steigern. Da es lästig sein kann, die Sekunden zu zählen, kannst du auch im Geist „om 1, om 2, …“ usw. wiederholen. Im Idealfall beträgt der Rhythmus 1:4:2, also für Mittelstufen-Übende vier Sekunden Einatmung, sechzehn Sekunden Anhaltephase, acht Sekunden Ausatmung. Später kannst du in diesem Verhältnis den Rhythmus entsprechend steigern. Es gibt auch Uhren, mit welchen du die Wechselatmung üben kannst: http://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p465_Anuloma-Viloma-Timer—Signalgeber-fuer-die-Yoga-Wechselatmung.html.

Viel Vergnügen beim Üben!

Sivani Carolin

Mein Name ist Sivani Carolin. Ich übe und unterrichte Yoga und Meditation. Mit diesem Blog möchte ich dich inspirieren, tiefer in die Yogapraxis einzusteigen. Viel Vergnügen!

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